Mein PD
-
Meine Reise mit Parkinson
Mein aktives und erfülltes Leben Als ich Ende 2018 die Diagnose Parkinson erhielt, war das ein Schock. Die Vorstellung, dass mein Leben durch die Krankheit massiv eingeschränkt werden könnte, lag wie ein schwerer Schatten über mir. Doch heute, sechs Jahre später, kann ich sagen: der Fortschritt der Krankheit ist langsamer als erwartet. Man könnte fast schon sagen stagniert. Wie ich das geschafft habe weiss ich nicht genau. Ich bin allerdings überzeugt, dass mein aktiver Lebensstil einen grossen Beitrag dazu leiste. «Wir geben alles, nur nicht auf!». Die Leiterin einer Selbsthilfegruppe hatte mir vor einigen Jahren eine Karte zu Weihnachten geschrieben mit einem Zitat, dass mich seither immer begleitet: «Wir geben…
-
1:0 für PD
Diese Runde geht an Parkinson. In meinem Leben habe ich wenige Prüfungen nicht bestanden. Da waren das französisch Diplom und die Autoprüfung mit 16. 16? – Ja genau. Ich wohnte damals bei meiner Tante in Kalifornien. An der Fahrprüfung wechselte ich die Spur ohne nach hinten zu schauen. Beim zweiten Mal habe ich sie dann bestanden. Gültig war die Prüfung in der Schweiz allerdings nicht und so machte ich die Theorie- und Fahrprüfung mit 18 noch einmal. Und für das französisch Diplom hatte ich schlicht zu viel Deutsch und zu wenig Französisch gesprochen, trotz oder wegen dem Aufenthalt in einem Sprachinternat – mit anderen Deutschschweizer:innen. Naja, dann folgten die guten…
-
ICH – jetzt und damals
ICH damals Vor einem Jahr, im Januar 2021 hatte ich eben meinen Job gekündet um mich selbstständig zu machen. Damals hatte mein Bauchgefühl stark reklamiert, da die Situation bei der Arbeit für mich nicht mehr stimmte. So wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit, obwohl ich noch kein genaues Business vor Augen hatte. Durch den Wechsel konnte ich plötzlich zu 100 Prozent über meine Zeit bestimmen. Ich hatte Zeit, mein Business aufzubauen, verschiedene Projekte durchzuführen und gleichzeitig mit meiner Familie zu sein. So erstellte ich meine Website, feilte an meiner Businessidee und integrierte neue Ideen. Weil ich mir die Zeit nun selber einteilen konnte, versuchte ich mich auch mehr zu…
-
Mein Change-Prozess – bis jetzt
Nach dem ersten Schock verdrängte ich das Thema Parkinson so gut wie möglich. Das war gar nicht so schwer, weil ich eben eine 18-monatige Management-Weiterbildung begonnen hatte. Trotzdem begann ich langsam mich an das neue Thema heranzutasten. Ich merkte schnell, dass englischsprachige Seiten für mich als Jung-Diagnostiziere einen sehr guten Informationsgehalt boten. Das Thema ging ich sehr rational an. Was durchaus zu meiner Person passt: Fakten, Erfahrungsberichte, zum Teil wissenschaftliche Studien, Social Media, und immer so unterschiedliche Quellen wie möglich. Ab März 2021 änderte sich der Umgang mit meiner Krankheit. Ich erfüllte mir meinen Traum von der Selbstständigkeit. Die Angst, wie lange ich wohl noch arbeiten kann pushte mich vorwärts,…
-
Veränderung mit up and down’s
Bei jeder Veränderung durchläuft eine Person verschiedene Phasen, bis die Veränderung selbstverständlich wird. So auch bei der Diagnose Parkinson. Der sogenannte Change-Prozess ist in verschiedene Phasen unterteilt. Jede Phase muss durchlaufen werden. Für die einen braucht es länger, für andere eine kürzere Verweildauer. Für mich stimmt diese Modell mit 7 Phasen ziemlich gut mit meiner bisherigen Erfahrung überein.
-
Parkinson-Outing
Wann soll, kann, will ich mich und Parkinson als eine Person ansehen? Bei mir brauchte es 3.5 Jahre, bis ich erstmals halböffentlich darüber sprach. Ich nannte Parkinson eine Bewegungsstörung. Durch den Group-Fitness-Instructor-Kurs sagte ich erstmals vor fremden Personen, dass ich eine Bewegungsstörung habe. Von Parkinson sprach ich nur gegenüber der Leiterin im Fitnessclub, als ich eine Übungsstunde durchführen durfte. Das war im Dezember 2021. Es brauchte Zeit, damit ich Parkinson langsam akzeptieren konnte. Gefühl der Leichtigkeit Für mich persönlich war es gut, die Diagnose laut auszusprechen. Ich fühlte mich nachher sehr viel leichter. Die Last der Geheimhaltung und Vertuschung war weg. Was mir aber auch klar wurde, ist, dass Parkinson…
-
Mit 40 an Parkinson erkrankt
Diagnostiziert mit Parkinson – Als junge Mutter Als meine Tochter 3 war, diagnostizierte man bei mir das Parkinsonsyndrom. Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die die Mobilität zunehmend einschränkt. Eine Heilung gibt es nicht. Im April war ich 40 geworden. Seither sind zwei Jahre vergangen. Meine Tochter ist zu einer selbständigen, lustigen und neugierigen 5-jährigen herangewachsen. Sie hält uns mit ihren eigenen Vorstellungen auf Trab. Gleichzeitig versuche ich immer noch, die Diagnose zu fassen und zu verarbeiten. Im November 2018 bestätigte ein sogenannter DAT-Scan die Diagnose. Mein Dopaminlevel war unterdurchschnittlich. Die Diagnose kam nicht ganz unerwartet und doch traf es mich mich voller Wucht. Seit drei Jahren konnte ich nicht mehr…